WolframAlpha – die Antwort-Maschine?

Veröffentlicht von Robert Brandner vor 1 Jahr, 2 Monaten, 25 Tagen, 23 Stunden und 29 Minuten in Blog.

Seit Monaten wurde sie großartig angekündigt als Google-Killer und Next-Generation Such-Maschine, die neueste Entwicklung von Mathematica-Erfinder Stephen Wolfram soll aus den schier unendlichen Informationen des World Wide Web Antworten auf die Fragen der Benutzer errechnen.
10’000e Algorithmen sollen ebenso dahinter stecken, wie eigene Datenbanken und Verbindungen zu öffentlich verfügbaren Daten aller Herrn Länder und Regierungen.
Kurz vor dem Launch wurde dann schon relativiert; nicht Google müsse sich fürchten, sondern eher Wikipedia. Man sei schließlich keine Suchmaschine, sondern biete Antworten auf konkrete Fragen, wie z.B. nach dem Wetter in Massachusetts oder der Anzahl arbeitsloser Mexikaner über 45 in New Mexico.

Das klang ja alles wirklich sehr beeindruckend und so musste ich es natürlich sofort testen, sobald die Site online war. Und die ersten Eindrücke waren, kurz gesagt - sehr enttäuschend.

Wenn man versucht WolframAlpha wie eine Suchmaschine zu verwenden, schaut es sehr traurig aus. evolaris? WolfamAlpha versteht die Frage nicht. Gut, probieren wir’s konkreter (es gibt viele Beispielfragen auf der Website und oft habe ich den Eindruck, dass es nur genau auf diese Fragen eine Antwort kennt): „mountains higher than 8000 meters“. Aha, “input interpretation mountains higher than 8000 meters”. Und das war’s. Scheint also die Frage zu verstehen, gibt mir aber keine Antwort. Und so weiter. Also probieren wir mal eine vorgegebene Frage: „weather graz“. Und da glänzt WolframAlpha auf einmal mit detaillierten Informationen, samt Diagrammen, aktuellen Wetterdaten und Prognosen, Durchschnittsniederschlagsmengen usw.


Weitere Versuche ergeben folgendes Bild:
Wenn man es schafft, eine Frage zu stellen, die WolframAlpha versteht dann ist es wirklich beeindruckend (versuchen Sie z.B. einmal „pendel“), aber leider versteht es, meiner Meinung nach, noch viel zu wenig, um im alltäglichen Gebrauch von Nutzen zu sein. Von dem selbst gestellten Ziel, basierend auf den Informationen des Internets, Antworten auf alle Benutzerfragen zu geben, ist man aber noch sehr weit entfernt aber vielleicht kann sie WolframAlpha, wenn es erst mal mehr Wissen angesammelt hat als dritte Anlaufstelle für Recherchen, neben Google und Wikipedia etablieren.