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eDAY 2010 – Einfach erfolgreich!

Veröffentlicht von Werner Haring vor 2 Tagen, 5 Stunden und 29 Minuten in Blog.

eDay 2010Letzte Woche am 4. März 2010 lud die Wirtschaftkammer Österreich in ihre Räumlichkeiten in Wien zum eDay 2010. In 5 parallelen Tracks wurden KMUs und selbstständigen Unternehmern die Möglichkeiten der IT und des Internets näher gebracht.

Neben dem großen Interesse am Online-Video Track spielten vor allem Cloud Computing, Online Collaboration und Social Media eine sehr große Rolle.

Nokia nutzte die Veranstaltung, um in einem eigenen Track den OVI Store als wichtigen Appstore für die Kommunikation über den mobilen Kanal zu platzieren. Neben der Präsentation einer Studie, welche den OVI Store in Österreich bezüglich der Nutzung vor den Apple AppStore, die Blackberry Appworld und den Android Market stellte, präsentierte unter anderem das Unternehmen „Die Presse“, wie der mobile Kanal und hier besonders die Apps zu Kommunikation mit den Kunden genutzt wird. Zahlen zur Studie von Nokia sind online zu finden auf S60.at.

Besonders intensiv spürbar war das Interesse der heimischen Unternehmen an Social Media in der Session „Digitalks for Business: Online Netzwerke und Collaboration“. Hier war deutlich erkennbar, dass das wohl Wichtigste im Bereich Social Media, nämlich das Ausprobieren von Services und so das spielerische Erfahren eines möglichen Mehrwerts für ein Unternehmen, momentan einfach noch nicht passiert. Rund 80% der Anwesenden in dem überfüllten Seminarraum hatten keinen Twitter oder Facebook Account, was den Bedarf einer grundlegenden Einführung nochmals eindeutig erkennen lässt.

Alles in allem war die Veranstaltung eine Runde Sache mit jedoch leider wenig interaktiven Unternehmenspräsentationen im Ausstellungsbereich. Bahnbrechende Neuheiten durfte man nicht erwarten, für die Zielgruppe allerdings passend wurde das richtige Ausmaß an Social Media, Mobile Internet und Web 2.0 Informationen serviert und von den interessierten Besuchern begierig aufgenommen.

evolaris goes social web

Veröffentlicht von Werner Haring vor 13 Tagen, 5 Stunden und 58 Minuten in Blog.

nullSeit Anfang Februar 2010 besetzt nun auch evolaris seinen Platz in den wichtigsten sozialen Netzwerken. Nachfolgend werden in wenigen Worten die Kanäle und der Inhalt, welcher über diese verbreitet wird, erklärt.

Twitter, der im Augenblick in aller Munde befindliche Micro-Blogging-Dienst, wird in Zukunft die Bühne des Markt-Know-hows von evolaris sein. Entwicklungen im Bereich der Kernkompetenzen von evolaris - Marktforschung/Usability, Systemdesign/Marktanalysen/ Geschäftsmodelle und Systementwicklung, die aktuell über Brisanz verfügen, werden hier publiziert. Besonders Studien, Konferenzen und innovative Mobile Marketing Umsetzungen werden auf diese Wiese verbreitet. Twitter ist der Spiegel dessen, womit sich die Spezialisten der unterschiedlichen Fachbereiche von evolaris beschäftigen.

Facebook, mittlerweile sechs Jahren alt und mit mehr als 400 Millionen Nutzern weltweit,  ist jener Dienst den evolaris nutzt, um Neuigkeiten über das Unternehmen an sich, die aktuellsten Projekte und Entwicklungen sowie über Publikationen und Konferenzen im sozialen Web zu präsentieren. Auf Facebook wird evolaris mit seinen "Fans" in Kontakt treten und diese am Fortschritt und der Innovation des Unternehmens teilhaben lassen.

Delicious als "Social Bookmarking"-Service bietet für evolaris die Möglichkeit, Links zu spannenden Artikeln, Konferenzen und Online-Diensten festzuhalten und mit Schlagworten versehen strukturiert abzuspeichern. Delicious ist der "Link-Tank" von evolaris, der die Kompetenz und das Know-how im Bereich der Marktübersicht widerspiegelt. Hier werde Links gesichert und mit anderen geteilt, um später als Verbindung zu außergewöhnlichen Informationsquellen genutzt werden zu können.

Die Auswahl dieser drei Services und die Unterstützung aus allen Abteilungen werden für evolaris eine fundierte Basis für die (soziale) Online-Kommunikation der Zukunft sein. Neue Services (Foursquare, Google Buzz, etc.) werden natürlich weiter beobachtet und auf deren sinnvolle Nutzungsmöglichkeiten hin evaluiert. Auch eine Öffnung der evolaris Website zu den wichtigsten sozialen Netzwerken hin ist bereits teilweise umgesetzt. Ab sofort können die Seiten der Website auf sozialen Netzwerken geteilt und somit, einfach verbreitet werden.

Also, auf zu Twitter, Facebook oder Delicious - und evolaris Follower, Fan oder Mitglied im evolaris Netzwerk werden!

http://www.facebook.com/evolaris
http://www.twitter.com/evolaris
http://www.delicious.com/evolaris

WolframAlpha – die Antwort-Maschine?

Veröffentlicht von Robert Brandner vor 9 Monaten, 3 Tagen, 11 Stunden und 5 Minuten in Blog.

Seit Monaten wurde sie großartig angekündigt als Google-Killer und Next-Generation Such-Maschine, die neueste Entwicklung von Mathematica-Erfinder Stephen Wolfram soll aus den schier unendlichen Informationen des World Wide Web Antworten auf die Fragen der Benutzer errechnen.
10’000e Algorithmen sollen ebenso dahinter stecken, wie eigene Datenbanken und Verbindungen zu öffentlich verfügbaren Daten aller Herrn Länder und Regierungen.
Kurz vor dem Launch wurde dann schon relativiert; nicht Google müsse sich fürchten, sondern eher Wikipedia. Man sei schließlich keine Suchmaschine, sondern biete Antworten auf konkrete Fragen, wie z.B. nach dem Wetter in Massachusetts oder der Anzahl arbeitsloser Mexikaner über 45 in New Mexico.

Das klang ja alles wirklich sehr beeindruckend und so musste ich es natürlich sofort testen, sobald die Site online war. Und die ersten Eindrücke waren, kurz gesagt - sehr enttäuschend.

Wenn man versucht WolframAlpha wie eine Suchmaschine zu verwenden, schaut es sehr traurig aus. evolaris? WolfamAlpha versteht die Frage nicht. Gut, probieren wir’s konkreter (es gibt viele Beispielfragen auf der Website und oft habe ich den Eindruck, dass es nur genau auf diese Fragen eine Antwort kennt): „mountains higher than 8000 meters“. Aha, “input interpretation mountains higher than 8000 meters”. Und das war’s. Scheint also die Frage zu verstehen, gibt mir aber keine Antwort. Und so weiter. Also probieren wir mal eine vorgegebene Frage: „weather graz“. Und da glänzt WolframAlpha auf einmal mit detaillierten Informationen, samt Diagrammen, aktuellen Wetterdaten und Prognosen, Durchschnittsniederschlagsmengen usw.


Weitere Versuche ergeben folgendes Bild:
Wenn man es schafft, eine Frage zu stellen, die WolframAlpha versteht dann ist es wirklich beeindruckend (versuchen Sie z.B. einmal „pendel“), aber leider versteht es, meiner Meinung nach, noch viel zu wenig, um im alltäglichen Gebrauch von Nutzen zu sein. Von dem selbst gestellten Ziel, basierend auf den Informationen des Internets, Antworten auf alle Benutzerfragen zu geben, ist man aber noch sehr weit entfernt aber vielleicht kann sie WolframAlpha, wenn es erst mal mehr Wissen angesammelt hat als dritte Anlaufstelle für Recherchen, neben Google und Wikipedia etablieren.

Das Ende der Befragung? Oder: Wie die Kundenakzeptanz von Mobilen Services am besten gemessen wird?

Veröffentlicht von Emanuel Maxl vor 1 Jahr, 1 Monat, 27 Tagen, 6 Stunden und 29 Minuten in Blog.

Mobile Services sind komplex. Oftmals sind eine Reihe an Schritten vom Nutzer durchzuführen, um ein mobiles Service zu nutzen oder an einer Mobile Marketing Kampagne teilnehmen zu können.
Beispielsweise muss ein 2d-Code fotografiert werden, um zu einer mobilen Webseite zu kommen, die Vergünstigungen für den Nutzer bereithält. Zuvor ist es jedoch nötig, einen 2d-Code Reader zu installieren, um den Code überhaupt mit dem eigenen Handy korrekt lesen zu können. Wie kann hier vorab eine Mobile Kampagne getestet werden, um die Kundenakzeptanz zu messen und damit eine Potentialabschätzung über den Erfolg oder Misserfolg geben zu können?
Derzeit scheinen neo-behavioristische Tendenzen Einfluss zu gewinnen, die behaupten, alleine die Beobachtung des Verhaltens reicht aus, um komplexe Erkenntnis über die Wahrnehmung der Mobilfunk-Verwender zu erhalten. Das Mobiltelefon selbst liefert das Argument zu diesen Bestrebungen. Das Verhalten kann minutiös protokolliert werden. Wann wurde eine Anmelde-SMS gesendet? Wie viele Goodies wurden wie oft eingelöst? Wo hat sich der Nutzer dabei aufgehalten? All diese Fragen können mit dem Handy objektiv beantwortet werden. Sagen sie jedoch etwas darüber aus, wie sich die TeilnehmerInnen fühlen, was sie an dem Service besonders cool finden, welche ihrer ganz persönlichen Bedürfnisse dadurch befriedigt werden? Nein. Zumindest nicht in ausreichendem Maße, so dass der Initiator der Kampagne behaupten kann, er versteht seine Kunden tatsächlich. Selbstverständlich bieten die neuen technischen Funktionalitäten hervorragende Möglichkeiten das Verhalten von Menschen zu analysieren. Solange man aber mit diesen nicht spricht bzw. sie dazu befragt, was sie zutiefst innerlich bewegt, ein mobiles Services zu nutzen oder die Verwendung in Betracht zu ziehen, wird man als Mobile Marketing Anbieter keinen Erfolg haben. Die Beobachtung kann und soll dabei wertvolle Hinweise und Erkenntnisse liefern. Natürlich erhält der Forscher validere Daten, wenn ein Service vom Nutzer vorab ausprobiert werden kann und anschließend eine Beurteilung erfolgt gegenüber einen reinen Befragung, in der ein Service nur konzeptuell dargestellt wird. Gerade wenn es jedoch um Pretests geht, die als Entscheidungsgrundlage für den Launch einer Kampagne dienen sollen, empfiehlt es sich gut abzuwiegen, ob das Service im ersten Schritt als Konzept von einer größeren Menge an Personen der Zielgruppe in einer Befragung getestet wird oder die Investition in einen Prototypen getätigt werden soll, der dann biotisch – jedoch aus Gründen der Durchführungsökonomie nur von wenigen Probanden - ausprobiert werden kann.
Die Antwort der Frage von oben ist damit für mich klar: Nach wie vor hat die Befragung ihren zentralen Stellenwert im Methodenportfolio. Neue, objektive Verfahren, die auf Beobachtung basieren bilden ein hervorragendes Team mit der Befragung, um Entscheidern nötige Insights über ihre Zielgruppe zu liefern.

‘Content is King’ – Alleinherrschaft der Broadcaster im Mobile TV?

Veröffentlicht von Christian Kittl vor 1 Jahr, 3 Monaten, 28 Tagen, 6 Stunden und 46 Minuten in Blog.

iPhone

Im Zuge einer Fact Finding Mission nach Japan und Korea, den beiden weltweit führenden Ländern im Bereich Mobile TV, bestätigte sich kürzlich wieder, was an dieser Stelle (http://www.evolaris.net/blog/?start=16) bereits vor über einem Jahr behauptet wurde:  Die Innovation liegt im Bereich der Geschäftsmodelle. Sowohl in Japan, wo über 40 Millionen Mobile TV Empfänger für den lokalen ISDB-T Standard ausgeliefert wurden, als auch in Südkorea, wo rund 15 Millionen T-DMB und S-DMB Empfänger im Markt sind, konnte trotz beeindruckender Penetrationszahlen bisher nicht das ganz große Geschäft mit Mobilem Fernsehen gemacht werden. Doch dass es nicht genügt, einfach standardmäßig Empfangsmodule in alle neu ausgelieferten Handys (oder wie in Korea sogar vielfach in Car-Navigationssysteme durch die lokalen Automobilhersteller) zu integrieren und dann zu hoffen, dass die Käufer dann zu ebenso zahlreichen und intensiven Nutzern werden, ist dort allen Stakeholdern inzwischen klar: Die tatsächliche Nutzung hinkt weit hinter den Erwartungen zurück, eine Finanzierung der Infrastruktur und spezifischer Inhalte vor allem durch Werbung wie im klassischen Fernsehen ist dadurch derzeit nicht möglich. So zeigt sich etwa in Korea, dass obwohl seit 2005 über 13 Millionen T-DMB Empfänger verkauft wurden, nur 6,5% der Bevölkerung von rund 48 Millionen Koreanern (inklusive Kinder) Mobile TV auch wirklich nutzen. Da sich in Japan eine vergleichbare Situation darstellt, waren die nationalen Betreiber nun auf der Suche nach neuen Geschäftsmodellen – und wurden fündig:
In beiden Ländern befinden sich Systeme in der Einführung, die nun parallel zum Fernsehprogramm auch weitere Daten ausstrahlen, welche in eigens entwickelten Browser-Anwendungen am unteren Bildschirmrand dargestellt werden. Diese Daten beinhalten Verlinkungen, die zunächst auf ein Portal des Betreibers führen und von dort auf weitere proprietäre Informations- und mCommerce-Angebote, oder ins offene mobile Web. Anwender erhalten so live interessante Zusatzinformationen (etwa Statistiken bei Sportveranstaltungen) auf Knopfdruck und für Werber ergibt sich durch die individuell abgefragten Daten und darauf basierende Personalisierungsmöglichkeiten ein echter Mehrwert.
Die Art und Weise, wie die Geschäftsmodelle und Wertschöpfungsketten in den jeweiligen Ländern realisiert werden, unterscheiden sich jedoch erheblich: Während in Japan alles von den Rundfunkbetreibern kontrolliert wird und die Mobilfunkbetreiber lediglich die Endgeräte vertreiben und für den mobilen Daten-Rückkanal sorgen, gehen Koreas Broadcaster einen anderen Weg: Sie beteiligen die Mobilfunker in Form von individuellen Partnerschaften direkt an den Diensten und an Entwicklung und Betrieb der Schlüsselstellen, nämlich den Portalen. Letzterer Weg ist meines Erachtens auch der langfristig erfolgreichere: Wenn ein oder mehrere zentrale Glieder einer Wertschöpfungskette vom eigentlichen Geschäft abgeschnitten werden, bedeutet dies anhaltende Spannungen und führt schließlich zum Kollaps des gesamten Systems. Und auch wenn die Rundfunkveranstalter durch den Betrieb hochfrequentierter Websites viel Erfahrung mit interaktiven Diensten sammeln konnten: Die Kompetenz in Sachen Billing, Personalisierung von Angeboten oder Aufbereitung für unterschiedlichste Endgeräte ist immer noch die Domäne der Mobilfunker – und für die neuen Geschäftsmodelle unverzichtbar.